Lange Wanderungen? Neue Schuhe? Das geht auch ohne Blasen

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Blasen – ein notwendiges Übel?

Wir alle kennen das: Wir sind auf einer längeren Wandertour oder mit den neuen Schuhen im Büro. Zu Hause schien noch alles in Ordnung zu sein. Auf dem Fußweg zur Arbeit oder auf den Berg merken Sie: Ihr Schuh reibt an einer bestimmten Stelle unangenehm gegen Ihren Fuß. Es brennt im Laufe der Zeit an dieser Stelle zunehmend. Bald ist der Schmerz kaum noch zu ertragen. Sie ziehen die Schuhe aus – die böse Überraschung: eine Blase.

Sind Blasen nun ein notwendiges Übel, zum Beispiel, wenn Sie neue Schuhe tragen? Nein, das sind sie nicht. Eine Blase ist eine mechanische Schädigung der Haut. Eine Schädigung kann nur dort entstehen, wo unerwünschte Kräfte auf Ihren Fuß einwirken.

Wie entstehen Blasen?

Damit Sie eine Blase bekommen, müssen an einer bestimmten Hautstelle wiederholt und über einen längeren Zeitraum hinweg Wärme (und damit Feuchtigkeit) sowie Reibung einwirken. Drückt ein Schuh an einer bestimmten Stelle und reiben die feuchten Socken gegen Ihre Haut, so verschiebt sich die obere Hautschicht gegen die untere. Diese Hautschichten sind jedoch miteinander verbunden. Löst sich diese Verbindung durch andauernde Reibung und die angesammelte Feuchtigkeit von beispielsweise Baumwollsocken, so entsteht ein Hohlraum. Dieser Hohlraum füllt sich zu Ihrem Schutz mit Gewebsflüssigkeit. Diese mit Gewebsflüssigkeit gefüllte Blase hat den Zweck die untere Hautschicht vor weiterer Reibung zu schützen. Wirken nun Druck und Reibung auf die Blase ein, so verursacht das Schmerzen, da die Blase auf die darunter liegenden schmerzempfindlichen Nervenenden drückt [1]https://www.netdoktor.de/symptome/blase-am-fuss/

Was verursacht Blasen?

Zu den beiden absoluten Spitzenreitern der Verursacher von Blasen an den Füßen zählen zu kleine Schuhe und generell unpassendes Schuhwerk, das an verschiedenen Stellen reibt und drückt.

Maßlos unterschätzt werden die Folgen von ungeeigneten Socken – diese zählen ebenfalls zu den häufigsten Gründen, warum Blasen überhaupt entstehen. Lassen Sie sich dabei von den Bezeichnungen nicht täuschen. So genannte “Sportsocken” aus Baumwolle verfehlen ihren Zweck, weil Baumwolle den Schweiß aufnimmt und nicht mehr abgibt. Die Folge davon sind feuchte Socken, die auf der Haut kleben und die Reibung unterstützen – das ist der beste Nährboden für die Blasenbildung. Deshalb empfehlen wir Wundersocks, unsere Socken aus Merino Wolle.

Wie Sie Blasen an den Füßen vermeiden
Staut sich Wärme, so schwitzen Sie an den Füßen. Infolgedessen reiben Ihre Socken an Ihrer Haut, und es bilden sich Blasen. Deshalb vermeiden Sie Blasen, indem Sie Hitze, Reibung und Druck im Schuh reduzieren. Das gelingt Ihnen mit den folgenden Maßnahmen:

Tragen Sie Schuhe mit optimalem Sitz.

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Gut sitzende Schuhe stellen sicher, dass erst gar keine Blasen entstehen. Dazu sollten Sie die richtige Schuhgröße tragen. Vorne im Schuh sollte eine Daumenbreite Platz sein. Ist das nicht der Fall, so zieht Ihr Fuß den Schuh in die Länge. Die Folge davon ist verstärkter Druck im seitlichen, vorderen und hinteren Schuhbereich. Achten Sie auch darauf, dass die Schuhe breit genug sind, sonst weitet Ihr Fuß den Schuh an den Seiten aus – dabei wird der Schuh kürzer.

Sitzt der Schuh hingegen am Ballen und an der Ferse, wackelt und drückt er nirgends, so handelt es sich um die optimale Größe und Passform für Ihren Fuß.

Tipp: Einige Schuhe sind anfangs noch etwas steif und unflexibel. Wenn es das Material zulässt, fetten Sie die Schuhe mit einem dafür vorgesehenen Fett ein.

Tragen Sie Socken aus Merinowolle.

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Merino Wolle ist die ideale Faser, um den notwendigen thermodynamischen, physiologischen und tribologischen (Tribologie ist Reibungslehre) Ansprüchen gerecht zu werden, damit sich keine Blase bildet. Warum? Socken aus dem speziellen Fasermaterial Merino Wollfaser verfügen über die folgenden Eigenschaften:

Vorteile Socken aus Merino Wolle:

  • Sie nehmen den Schweiß auf und halten gleichzeitig Ihre Füße trocken.
  • Sie sind feiner und weicher als herkömmliche Socken und minimieren deshalb Reibung.
  • Sie isolieren gegen Kälte und Hitze.
    regulieren Ihre Körpertemperatur.
  • Sie behalten ihre Form. So entstehen keine Falten, die Blasen verursachen können.
  • Sie sind entzündungshemmend.

Tipp: Idealerweise tragen Sie Socken aus Merino Wolle ohne Naht wie unser Modell Alp Plus.

Kleben Sie ein Tape oder Pflaster auf die kritische Stelle.

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Haben Sie zu wenig Zeit, um sich geeignetes Schuhwerk oder Socken aus Merino Wolle zu besorgen, so hilft es, wenn Sie die sogenannten neuralgischen (kritischen) Punkte anderweitig präventiv schützen. Kleben Sie jene Stellen, wo Blasen leicht entstehen können – das sind in der Regel der Fußballen, die Ferse oder die Zehen – mit Tape oder einem Pflaster ab.

Reiben Sie Ihre Füße mit Hirschtalg ein

Speziell bei langen Wanderungen hilft es auch, wenn Sie vor und während der Wanderung auf die riskanten Stellen Hirschtalg Creme auftragen. Bei Hirschtalg handelt es sich – wie es der Name bereits verrät – um das Fett des Hirschen. Das wirkt wie eine zweite Hautschicht und minimiert  die Reibung im Schuh beträchtlich. Hirschtalg finden Sie in unseren Wundersocks Shops.

Was tun, wenn die Blasen schon da sind?

blasenpflaster wandern 1

Hat sich an Ihren Füßen bereits eine oder mehrere Blasen gebildet, so ist es nahezu unmöglich, den Tag oder die Wanderung normal fortzusetzen. Dagegen gibt es effektive Gegenmaßnahmen. Machen Sie im Falle Folgendes:

Kleine Blasen: Verursachen kleine Blasen Schmerzen beim Gehen, so behandeln Sie diese nicht. Das sogenannte Blasendach hat eine Schutzfunktion gegen Infektionen. Überkleben Sie die Blase mit einem Tape oder mit einem Pflaster. Haben Sie ein Blasenpflaster mit Hydrokolloid-Technologie zur Hand, umso besser. Platzt diese beim Gehen auf, so bindet das Blasenpflaster das austretende Wundsekret.

Große Blasen: Handelt es sich um eine große und oberflächliche Blase, so hilft es, die Blase mit einer desinfizierten Nadel vorsichtig aufzustechen. Die Flüssigkeit kann so abfließen. Sobald die Haut trocken ist, können Sie über diese Stelle ein Pflaster kleben.

Tipp: Lassen Sie die Haut über der Blase dort, wo sie ist, und entfernen Sie sie nicht. Sie schützt vor Entzündungen und wirkt schmerzlindernd [2]https://www.netdoktor.de/symptome/blase-am-fuss/

Referenzen

Referenzen
1https://www.netdoktor.de/symptome/blase-am-fuss/
2https://www.netdoktor.de/symptome/blase-am-fuss/

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